Porträtierte
Objekte

Staatliche Graphische Sammlung München

Staatliche Graphische Sammlung, München

Neben den Kabinetten in Berlin und Dresden zählt die Staatliche Graphische Sammlung München zu den bedeutendsten Sammlungen von Zeichnungen und Druckgraphik in Deutschland und gehört weltweit zu den führenden Graphiksammlungen. Ihre Bestände von circa 400.000 Blatt erfassen Zeichenkunst und Druckgraphik bis zur Moderne. Schwerpunkte setzen altdeutsche und niederländische Zeichnungen und Druckgraphik, italienische Zeichnungen der Renaissance, deutsche Zeichnungen des 19. Jahrhunderts und internationale Graphik des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Die Ursprünge der Sammlung gehen auf das 1758 gegründete Kupferstich- und Zeichnungskabinett des Kurfürsten Carl Theodor von der Pfalz im Mannheimer Schloss zurück, das vor 1800 nach München überführt wurde. Einen wesentlichen Zuwachs erfuhr dieser Bestand in der Zeit der Säkularisation.

Die Porträtsammlung

Die Bestände an druckgraphischen und fotografischen Porträts der heutigen Sammlung umfassen rund 35.000 Werke, von denen im Zuge der Fortsetzungsphase des Digitalen Porträtindex mehr als 10.000 Porträts aufgenommen werden konnten. Die Porträtsammlung des Kabinetts ist in verschiedenen Abteilungen aufgestellt. Die zahlenmäßig größte mit über 20.000 Nummern mit Druckgraphik vorwiegend des 16. bis 19. Jahrhunderts ist nach Dargestellten geordnet. Eine Abteilung von rund 7.700 Werken ist unter die Künstler einsortiert, darunter Werke von Dürer, Rembrandt und van Dyck, Ottavio Leoni, Claude Mellan und vielen weiteren berühmten Holzschneidern, Kupferstechern und Radierern. Über eine Konkordanz ist diese Sammlung ebenfalls nach Dargestellten zu erschließen. Eine dritte umfangreiche Sammlung mit bislang nicht inventarisierten Blättern wird gegenwärtig aufgenommen. Der Schwerpunkt eines Bestandes von rund 2.700 Fotografien liegt auf der Münchner Porträtfotografie des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.

Ein besonderer Dank gilt dem Verlag De Gruyter, der die Nutzung der Online-Ausgabe des Allgemeinen Künstlerlexikons ermöglicht hat.