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Bildnis des Jacob Andreae

Andreä, Johann Valentin (Evang. Theologe; Abt und Schriftsteller; Rosenkreuzer)

Germanisches Nationalmuseum Nürnberg; Bilddatei: gmp26228-0734; Aufn.-Datum: 2010

Cellius, Erhard, Verleger
und Lederlein, Jakob, Stecher
und Züberlein, Jakob, Zeichner, Stecher
und Hans Ulrich Alt, Maler

Verlagsort: Tübingen
1596

oval im Rechteck & gerahmt (Kartuschenrahmen)

Holzschnitt

207 x 135 mm (Blatt); - (Platte), 2 Stöcke, Buchformat: Quart

Titel: I M A G O Reuerendi et Clarißimi quondam Viri, Dn. IACOBI ANDREAE, S. S. THEOLOGIAE (...) Anno 1590, 7. Ian., Name (Dargestellter) & Beruf & Ortsname & Todesdatum, 7-zeilig & zentriert, Anbringungsort: oben, Typendruck, lateinisch
Inschrift: Allusio ad Nomina. Pectore plantaui verbum caeleste VIRILI, SVPPLANTANS studio dogmata falsameo., Text, 3-zeilig, Anbringungsort: unten, Typendruck, lateinisch

Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, Graphische Sammlung, Inventar-Nr. P 26228, Kapsel-Nr. 734

Variante von: Lederlein, Jakob, Obj.-Nr. 07010669, Bildnis des Jacob Andreae, Druck, 1590, Nürnberg, Derselbe ovale Bildnisstock, jedoch anderer Rahmen und anderer Kontext. Einblattdruck der in dem Buch wieder neue Verwendung fand.
und Teil von: Cellius, Erhard, Obj.-Nr. 07010067, IMAGINES / PROFESSORVM / TVBINGENSIVM senatori praecipie ordinis: qui hoc altero Academiae Seculo, Anno 1577 inchoato, in ea et hodie, Anno 1596 vivunt, et florent et interea mortui sunt. A.M. Erhardo Cellio Tubingae. / Anno 1596. Typis / Auctoris., Porträtwerk, 1596, Tübingen, Porträt aus dem Bildniswerk "IMAGINES / PROFESSORVM / TVBINGENSIVM (...) interea mortui sunt. A.M. Erhardo Cellio Tubingae. / Anno 1596. Typis / Auctoris./". Das Buch enthält insgesamt 37 Porträts von Tübinger Professoren, spätere Ausgaben (ab 1598) enthalten zusätzlich das Bildnis Johann Friedrichs von Württemberg. Alt malte die Porträts im Auftrage von Herzog Ludwig von Württemberg und laut Vorrede zu dem Buch (zit. nach Thieme-Becker, Art. "Alt, Elias") "gefielen [sie] dem Herzog so sehr, daß er sie für sich schön nachmalen ließ. Der Maler Jacob Züberlein und der Holzschneider Jacob Lederlin hier schnitt sie mit kundiger Hand." Laut Thieme-Becker sind die gemalten Bildnisse, die sich damals (1907) noch in der Aula der Tübinger Universität befanden, unten mit dem Namen der Dargestellten und der Jahreszahl der Fertigstellung bezeichnet. Laut Stimmer-Katalog erschien das Buch erst 1598, obwohl als Druck-Datum auf dem Titelblatt 1596 angegeben ist. Die Blätter sind im Aufbau nahezu identisch: Ovalbildnisse in einem ornamentalen oder allegorischen rechteckigen separaten Rahmenstock. Die Rahmenstöcke wurde bei verschiedenen Personen mehrfach verwendet. Über und unter dem Porträt sind Titelinschrift und Fußvers in Typenschrift angeordnet. Zur weiteren Historie der Gemäldesammlung und des daraus hervorgehenden Porträtwerkes ist das Buch von Werner Fleischhauer über das Herzogtum Württemberg zu empfehlen. "Die ersten nach Größe und Darstellungsweise einheitlichen, deutlich für eine Bildnisreihe gemalten zwanzig Bildnisse der Tübinger Sammlung stammen aus den Jahren 1588 bis 1590. (...)Doch die Angleichung aneinander, ein zwingender Typus und damit eine äußerliche Einheit der ganzen Serie, offensichtlich angestrebt. Der graphischen Durchzeichnung entspricht eine unplastische Gestalt, die ohne Schatten und Räumlichkeit vor dem Hintergrund steht, die bewegungsarme, hieratisch-unpersönliche Darstellungsweise bedarf ja auch keines Raumes. Wappen und monumentale Inschriften seitlich der Köpfe tragen noch zu der unräumlichen Wirkung bei."(Fleischhauer, a.a.O, S. 179f) Obwohl diese Äußerungen sich auf die Gemälde beziehen, so sind diese Charakteristika auch auf die graphische Bildnissammlung anwendbar. Ja oder gar im Umgekehrten, wie Fleischhauer nebenbei erwähnt, dienten möglicherweise an den Beispielen Crusius, Heerbrand u.a., da von diesen Personen bereits 1578 Holzschnitte entstanden, als Gemäldevorlagen. Auf diese wenigen Holzschnitte folgten 17 weitere Bildnisholzschnitte von den 80er Jahren bis 1593. Diese Oval-Bildnisse erhielten Rahmungen nach Zeichnungen von Züberlein. D.h. ein Teil der Drucke, die eine eigene Datierung aufweisen stammen mit Sicherheit schon aus dieser frühen lockeren Bildnisreihe.

Literatur: Singer 2334

Literatur: Drugulin, Porträt, 1860, Kat. Nr.: 388
Fleischhauer, Renaissance im Herzogtum Württemberg, 1971, Abb. 202

Porträt aus dem Bildniswerk "IMAGINES / PROFESSORVM / TVBINGENSIVM (...) interea mortui sunt. A.M. Erhardo Cellio Tubingae. / Anno 1596. Typis / Auctoris./". Das Buch enthält insgesamt 37 Porträts von Tübinger Professoren, spätere Ausgaben (ab 1598) enthalten zusätzlich das Bildnis Johann Friedrichs von Württemberg. Alt malte die Porträts im Auftrage von Herzog Ludwig von Württemberg und laut Vorrede zu dem Buch (zit. nach Thieme-Becker, Art. "Alt, Elias") "gefielen [sie] dem Herzog so sehr, daß er sie für sich schön nachmalen ließ. Der Maler Jacob Züberlein und der Holzschneider Jacob Lederlin hier schnitt sie mit kundiger Hand." Laut Thieme-Becker sind die gemalten Bildnisse, die sich damals (1907) noch in der Aula der Tübinger Universität befanden, unten mit dem Namen der Dargestellten und der Jahreszahl der Fertigstellung bezeichnet. Laut Stimmer-Katalog erschien das Buch erst 1598, obwohl als Druck-Datum auf dem Titelblatt 1596 angegeben ist. Die Blätter sind im Aufbau nahezu identisch: Ovalbildnisse in einem ornamentalen oder allegorischen rechteckigen separaten Rahmenstock. Die Rahmenstöcke wurde bei verschiedenen Personen mehrfach verwendet. Über und unter dem Porträt sind Titelinschrift und Fußvers in Typenschrift angeordnet. Zur weiteren Historie der Gemäldesammlung und des daraus hervorgehenden Porträtwerkes ist das Buch von Werner Fleischhauer über das Herzogtum Württemberg zu empfehlen. "Die ersten nach Größe und Darstellungsweise einheitlichen, deutlich für eine Bildnisreihe gemalten zwanzig Bildnisse der Tübinger Sammlung stammen aus den Jahren 1588 bis 1590. (...)Doch die Angleichung aneinander, ein zwingender Typus und damit eine äußerliche Einheit der ganzen Serie, offensichtlich angestrebt. Der graphischen Durchzeichnung entspricht eine unplastische Gestalt, die ohne Schatten und Räumlichkeit vor dem Hintergrund steht, die bewegungsarme, hieratisch-unpersönliche Darstellungsweise bedarf ja auch keines Raumes. Wappen und monumentale Inschriften seitlich der Köpfe tragen noch zu der unräumlichen Wirkung bei."(Fleischhauer, a.a.O, S. 179f) Obwohl diese Äußerungen sich auf die Gemälde beziehen, so sind diese Charakteristika auch auf die graphische Bildnissammlung anwendbar. Ja oder gar im Umgekehrten, wie Fleischhauer nebenbei erwähnt, dienten möglicherweise an den Beispielen Crusius, Heerbrand u.a., da von diesen Personen bereits 1578 Holzschnitte entstanden, als Gemäldevorlagen. Auf diese wenigen Holzschnitte folgten 17 weitere Bildnisholzschnitte von den 80er Jahren bis 1593. Diese Oval-Bildnisse erhielten Rahmungen nach Zeichnungen von Züberlein. D.h. ein Teil der Drucke, die eine eigene Datierung aufweisen stammen mit Sicherheit schon aus dieser frühen lockeren Bildnisreihe.

Permalink: http://www.portraitindex.de/documents/obj/33700216
Germanisches Nationalmuseum Nürnberg